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Werner-Weinmann-Stiftung

Preisträger 2017:   

14. Werner-Weinmann-Preis geht an „BesTe Genesung zu Hause“ 

„Füreinander und Miteinander sorgen“

Nürtingen (pm). Mit einer feierlichen Veranstaltung hat die Werner-Weinmann-Stiftung auch in diesem Jahr ihren Preis für ehrenamtliches Engagement in der Jugend- und Altenhilfe verliehen. Der diesjährige Preisträger ist das Projekt „BesTe Genesung zu Hause“ und wird von Ehrenamtlichen des DRK Kreisverband Nürtingen-Kirchheim und von buefet e.V. umgesetzt und mit Leben gefüllt. Ziel von „BesTe Genesung“ ist es, alleinstehende Menschen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus für bis zu sechs Wochen zu begleiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ob beim Einkaufen, beim Vorheizen der Wohnung, der Fahrt zur Reha oder einfach als Gesprächspartner – die Engagierten von „BesTe Gesundheit“ stehen zur Verfügung. Dieses vorbildliche Engagement wurde von der Werner-Weinmann-Stiftung nun mit 1000 Euro prämiert.

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Bei seiner Begrüßung betonte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Stiftungsvorstandes Rainer Arnold, dass das deutsche Gesundheitssystem eines der besten weltweit sei. Dennoch gäbe es natürlich auch hier Herausforderungen. Die kürzere Verweildauer in Kliniken stelle größere Anforderungen an Nachsorge und Versorgung von Menschen im häuslichen Umfeld. „Gerade hier schließt das Projekt eine Lücke, die man hauptamtlich gar nicht oder nur mit sehr großem Aufwand schließen könnte“, so Arnold. Auch in den Grußworten von Rolf Siebert, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Nürtingen Kirchheim und Elisabeth Arnold, Vorsitzende des Stiftungsrates der Weinmann-Stiftung, wurde das Projektes als Brücke zwischen Klinik und dem Ankommen zu Hause gewürdigt.

Susanne Kränzle height=

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand nicht nur das Projekt, sondern auch die Festrede von Susanne Kränzle, die als Ehrengast geladen war. Susanne Kränzle ist Gesamtleiterin des Hospizes in Esslingen und Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerbandes Baden-Württemberg e.V. In Ihrer Rede zum Thema „Füreinander und miteinander sorgen“ ging Kränzle darauf ein, wie Menschen in der Gesellschaft füreinander sorgen, vor allem wie und aus welchen Beweggründen dies geschieht. Als Beispiel skizzierte sie die Entstehung der Hospizarbeit als Graswurzelbewegung. Im Idealfall führen Themen mit gesellschaftlicher Relevanz zu einer Diskussion, zu einer Sorge um den Nächsten und zu aktivem gesellschaftlichen Engagement. Auch das Projekt „BesTe Genesung“ ist für Kränzle ein Beispiel, wie die Wahrnehmung eines Soll-Zustandes in ehrenamtliches Engagement führen kann.

Im Anschluss an die Festveranstaltung gab es noch einen kleinen Umtrunk und ein Buffet, welches vom DRK Kreisverband, ebenso wie der Raum, zur Verfügung gestellt wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Saxophon Ensemble der Nürtinger Musikschule mit Gerhard Schaufler, Ella Neumann und Inken Hille.

Den Bericht der Nürtinger Zeitung zur Presiverleihung finden Sie hier.